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07.09.2022

Mehr als handwerkliches Rüstzeug

Acht Auszubildende starten beim Bischöflichen Ordinariat

In zwei Berufen bilden Ordinariat und Caritas heuer aus: Kauffrauen und -männer für Büromanagement und Fachinformatiker. Am ersten Arbeitstag kamen die neuen Azubis zur Einführungsrunde im Marquardus-Saal zusammen. Foto: Franzetti

Alle Ausbildungsstellen besetzt, meldet das Bischöfliche Ordinariat. Zum 1. September starteten acht junge Menschen ihre Ausbildung in Eichstätt. Wie Ausbildungsleiter Johann Rixner im Gespräch mit der KiZ erklärt, hätten sich ausreichend Bewerber gemeldet und so konnte er zusammen mit Personalchef Robert Eckstein geeignete Kandidatinnen und Kandidaten finden. „In den vergangen 15 Jahren ist die Zahl der Bewerbungen jedoch deutlich zurückgegangen“, gibt er auch zu bedenken.

 

Solider Arbeitgeber

Drei angehende Fachinformatiker, fünf Kauffrauen und ein Kaufmann für Büromanagement begannen ihren ersten Arbeitstag im Marquardus-Saal in Eichstätt. Rixner und Stephan List, Ausbildungsleiter im Rechenzentrum, begrüßten ihre neue Kolleginnen und Kollegen dort. Es solle alles „ganz locker“ ablaufen, kündigte Rixner gleich zu Beginn an. Statt eines umfangreichen, voll gepackten, Einführungstags, habe man den Einsteig entzerrt und alles auf mehrere Termine verteilt. Und so ging es nach nicht einmal zwei Stunden bereits gleich an die ersten Einsatzstellen. Manche Azubis sind zunächst für ein halbes Jahr in der Hauptabteilung Pastorale Dienste, in der Finanzkammer oder auch in der Abteilung Kirchenstiftungen/Bau und technische Dienste beschäftigt. Ein zentraler Bereich den alle in den kommenden drei Jahren durchlaufen werden sei der Fachbereich Besoldung/Abrechnung, erklärte Rixner.

Im Rechenzentrum gibt es neun Fachreferate, erläuterte List. So lernen die Auszubildenden unter anderem den Bereich IT-Servicezentrum kennen oder die Abteilung Infrastruktur. Zwei angehende Fachinformatiker machen ihre Ausbildung heuer über das Ordinariat, einer für den Caritasverband der Diözese (siehe auch Beitrag S. 5). Wie beim Ordinariat gibt es auch im Rechenzentrum in allen Abteilungen Ausbildungsbeauftragte, die sich um die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern. Das Rechenzentrum betreue nicht nur die Hard- und Software der Diözese Eichstätt sondern sei auch zuständig für andere Diözesen. Als ein Arbeits- und Ausbildungsfeld stellte List zudem die Software-Entwicklung vor.

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde stießen Amtschef Ordinariatsdirektor Thomas Schäfers und Personalchef Eckstein zu der Gruppe. Eckstein hatte die jungen Leute bereits vor einiger Zeit beim Vorstellungsgespräch kennengelernt. In den nächsten Monaten wird er zusammen mit Rixner wieder Gespräche führen: Bis Ende Oktober sollen Kandidatinnen und Kandidaten für die Plätze im kommenden Jahr ausgewählt werden. Und noch in diesem Jahr werden die Ausbildungsplätze für September 2023 vergeben.

Den aktuellen Azubis gab Schäfers mit auf den Weg: „Wir möchten Sie begleiten, dass sie sich gut entfalten können.“ Er stellte die Kirche als seriösen und stabilen Arbeitgeber vor mit einem weiten Feld an Einsatzmöglichkeiten. „Sie können sich in unendliche Tiefen einarbeiten“, warb er. Schäfers wies zudem darauf hin, dass alle kirchlichen Beschäftigen, auch die neuen Azubis, von einer betrieblichen Altersversorgung und weiteren Zusatzangeboten profitieren würden. Keinen Hehl machte er aus den derzeit laufenden Umstrukturierungen im Bistum. „Sie beginnen auf einer Baustelle“, erklärte er mit Blick auf den Strategieprozess. Dabei machte er den neuen Mitarbeitenden jedoch auch Mut und sagte: „Wir haben Interesse, Sie lange zu halten.“ Dem stimmte Eckstein zu. „Es ist mehr als wahrscheinlich, dass Sie übernommen werden“, gab er einen Ausblick auf 2024, wenn die Abschlussprüfungen anstehen. Zudem betonte er: „Wir legen während der Ausbildungszeit Wert darauf, nicht nur Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln, sondern bieten jungen Menschen eine werteorientierte Ausbildung in zahlreichen Ausbildungsabteilungen an.“

Eine Bürokauffrau ist aus Ingolstadt, alle anderen neuen Auszubildenden stammen aus dem Orten im Landkreis Eichstätt. Auffällig auch: Bis auf eine Ausnahme sind alle auf diözesanen Realschulen gewesen: entweder auf der Maria-Ward Schule Eichstätt oder der Knabenrealschule Rebdorf. Die duale Ausbildung erfolgt in den verschiedenen Dienststellen des Ordinariats und in den Berufsschulen Eichstätt (Büromanagement) und Ingolstadt (Fachinformatik). Zusammen mit den neun Neuen gibt es derzeit 16 weitere Auszubildende, berichtete Rixner. Insgesamt hätten über 300 junge Menschen seit 1974 ihren Berufseinstieg beim Ordinariat gemacht.

Mit einer großen Tasche, gefüllt mit Infomaterial aber auch Locher und Lineal, entließen die Bistums-Verantwortlichen die jungen Leute nach kurzer Runde an ihre Arbeitsplätze. In den kommenden Wochen sind weitere Treffen geplant, dann soll es unter anderem um Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie um die Struktur der Diözese und des Bischöflichen Ordinariats gehen. Am 23. September ist zudem ein Treffen  geplant mit Bischof Gregor Maria Hanke und Generalvikar Michael Alberter. Dieser hat ebenfalls zum 1. September seinen Dienst angetreten.
Andrea Franzetti


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