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27.01.2023

Im Zeichen des heiligen Sebastian

Im Zeichen des heiligen Sebastian

Prozession in Dietfurt. Foto: Gess

Er ist ein Heiliger, für den die Menschen auch heute noch auf die Straße gehen: Zu Ehren von St. Sebastian fanden quer durch das Bistum feierliche Prozessionen statt.

Zeitgleich machten sich Gläubige in Beilngries mit Domkapitular Josef Funk und in Dietfurt mit Stadtpfarrer Armin Heß auf den Weg durch die Innenstadt.

Heß, der die Pfarrei vor zwei Jahren übernahm, zeigte sich in seiner Begrüßung sehr froh darüber, dass er nach den Einschränkungen der Pandemie diesen feierlichen Gang selbst endlich miterleben dürfe. Die Sebastiansbruderschaft ist Dietfurts älteste Vereinigung und wurde 1438 gegründet. Der Pestheilige wird neben dem heiligen Ägidius als Stadtpatron verehrt. Demnach ist die Prozession bis heute ein Pflichttermin für den Stadtrat, aber auch für Freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz, Kindergarten, Schützenverein und natürlich die kirchlichen Vereine KAB und Kolping. gg

Eine ganze Festwoche im Zeichen des heiligen Sebastian stand in Breitenbrunn auf dem Programm. Am Sonntag vor dem Gedenktag des Pestpatrons startete sie mit einer Heiligen Messe, der am Nachmittag eine feierliche Andacht mit Auflegung der Sebastiansreliquie folgte. Im Lauf der Woche gab es täglich weitere Gottesdienste in der Wallfahrtskirche St. Sebastian am Ortsrand von Breitenbrunn: Heilige Messen am Morgen und Rosenkränze am Nachmittag. Bei einem der Gottesdienste waren auch die angehenden Kommunionkinder dabei. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnte am Gedenktag des Heiligen am 20. Januar nach dem morgendlichen Gottesdienst wieder ein Vortrag stattfinden. Diakon Franz Kraus sprach dabei zum Thema: „Gottes gute Schöpfung – uns Menschen anvertraut“. Kritisch betrachtete er darin sorgloses Konsumverhalten, Wegwerfmentalität und ungebremste Mobilität in immer PS-stärkeren Fahrzeugen. pr/gg 

Breitenbrunns Pfarrer Dr. Jacek Machura war auch Gastprediger beim Sebastians-Bruderschaftsfest in Allersberg. „Versuchen wir den Glauben, den uns unsere Vorfahren vorgelebt haben, auch in unseren Tagen wieder zu leben und ihn weiter zu geben“, legte er den Mitfeiernden bei der nachmittäglichen Andacht ans Herz. Pfarrer Wenzel freute sich, dass er in die 1333 gegründete Bruder- und Schwesternschaft Allersberg einige Kinder neu aufnehmen konnte. Er dankte auch den rührigen Mitgliedern des Bruderschaftsrats, die zur Festandacht in ihren schwarzen Umhängen in die Pfarrkirche eingezogen waren. Von dort aus führte die Prozession, erstmals seit der Pandemie, wieder zur Sebastianskirche im Friedhof. sj/gg 

Die „Klosterberg-Schützen“ Oberölsbach und viele Gläubige aus der ganzen Pfarrei Gnadenberg zogen mit einer festlich geschmückten, holzgeschnitzten Sebastians-Statue, die von vier Schützenbrüdern getragen wurde, in feierlicher Prozession zur Gnadenberger St.-Birgitta-Kirche. Pfarrvikar Markus Müller zelebrierte dort den Festgottesdienst, dem sich für die Schützen ein zünftiger „Sebasti“-Dämmerschoppen im Oberölsbacher Vereinsheim anschloss. hs/gg

In Heideck freute sich Stadtpfarrer Sebastian Lesch, dass eine Statue seines Namenspatrons in die Frauenkirche zurückgekehrt ist. 62 Jahre lang sei die Figur „auf Wanderschaft“ gewesen, erläuterte der langjährige, ehemalige Kirchenpfleger Marcus Hohmann bei einer Andacht anlässlich des Wiedereinzugs der Statue, die am Übergang vom 17. ins 18. Jahrhundert gestiftet wurde. 1960 war jedoch in Abstimmung mit dem Denkmalamt die gesamte Barock-Ausstattung des im Volksmund „Kapell“ genannten Gotteshauses entfernt worden. Die Sebastiansskulptur stand danach an wechselnden Orten in der Pfarrkirche und wurde durch Herabfallen stark beschädigt. Restaurator und Kirchenmaler Hohmann war treibende Kraft bei Sanierung und Rückkehr in die Kapell. es/gg


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