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27.12.2019

Zusammenhalt und Klimagerechtigkeit Diözese beteiligt sich mit zahlreichen Aktionen am Jahresthema „Frieden“ der Hilfswerke

Es ist eine Premiere: Erstmals gestalten die Hilfswerke Adveniat, Die Sternsinger, Misereor, Renovabis, missio Aachen und München sowie Caritas international ihre Jahresaktionen 2020 unter einem gemeinsamen Leitwort: „Frieden leben. Partner für die Eine Welt“. Sie wollen damit nach eigenem Bekunden nicht nur ein Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen, sondern auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt, globale Solidarität, Religions-dialog und Klimagerechtigkeit. 

Foto: Altrichter

Eine Taube mit dem Ölzweig im Schnabel findet sich als Steinmosaik im Berchinger Bibelgarten. Sie versinnbildlicht im alttestamentlichen Sintflutbericht die Wiederkehr des Friedens und des ökologischen Gleichgewichts auf der Erde. Foto: Altrichter

Mit im Boot sind die weltkirchlichen Dienststellen der Bistümer, die die Konferenz der Diözesanverantwortlichen Weltkirche (KDW) bilden. Deren Koordinator für die Aktion ist Dr. Gerhard Rott, Leiter des Referats Weltkirche im Eichstätter Ordinariat. Er freut sich, dass das Jahresthema im Bistum bereits jetzt auf große Resonanz stoße. „Es gibt schon einiges an konkreten Aktionen und Terminen“, sagte er der Kirchenzeitung. So wird der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) wöchentlich Friedensbotschaften auf Facebook und Instagram veröffentlichen. Ähnliche „Testimonials“ zum Thema Frieden soll es auch von Bischof Gregor Maria Hanke und weiteren Persönlichkeiten geben. In seiner Januarausgabe will sich das Bistums-TV-Magazin kreuzplus schwerpunktmäßig mit dem Jahresthema be-fassen (24. Januar auf tv.ingolstadt).

Auch der Diözesanrat der Katholiken nimmt die Initiative der Hilfswerke auf. Bei der Frühjahrsvollversammlung Ende März wollen sich die Delegierten intensiv austauschen. Arbeitstitel der Beratungen: „Friedenssicherung neu denken“. Die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum bereitet, wie auch die Bildungswerke vor Ort, verschiedene Angebote vor, unter anderem zum Figurenfeld des Künstlers Alois Wünsche-Mitterecker (1903-75), der im Hessental bei Eichstätt ein beeindruckendes Mahnmal gegen den Krieg geschaffen hat.

 

Projektpartner kommen

Auch die Pfarreien der Diözese sind eingeladen, das Thema Frieden aufzugreifen und den Gläubigen nahezubringen. Eine Reihe von Projektpartnern der Hilfswerke werden im Verlauf des Jahres in den Gemeinden erwartet, um über ihre Friedensarbeit in Afrika, Asien, Lateinamerika, in der Karibik, in Osteuropa und Ozeanien zu berichten. Sie stünden dort an der Seite der Menschen, „die den Folgen von Gewalt und Krieg, staatlicher Willkür, gesellschaftlichen Konflikten, dem politischen Missbrauch von Religion, sozialer Ungerechtigkeit oder den Auswirkungen des Klimawandels und des Raubbaus an der Natur ausgesetzt sind“, schreiben die Hilfswerke.

Geplant sind dabei Vorträge, Diskussionsrunden und thematische Gottesdienste. Auch das Friedenskreuz, das der Eichstätter Künstler Raphael Graf für die bundesweite Aktion gestaltet hat und das während des Jahres durch ganz Deutschland reist, wird dabei  ins Bistum zurückkehren: Vom 8.-10. Mai wird es zum Beispiel bei einem Aktionswochenende in der Ingolstädter Pfarrei St. Christophorus zu sehen sein. Das etwa ein Meter hohe Kunstwerk zeigt eine Weltkugel, getragen von zwei geschmückten Ölzweigen, die die Idee des Friedens symbolisieren. 

Parallel dazu läuft nach den Worten von Dr. Gerhard Rott eine Evaluation, bei der die Pfarreien nach ihrem Feedback zum Jahresthema gefragt werden. Damit will man prüfen, ob die Ziele erreicht werden, die sich die Hilfswerke mit der Aktion gesetzt haben. „Das Themenfeld kommt in den Gemeinden durch den Jahreslauf wirklich an“, lautet eines der sieben Anliegen.

Auf Eichstätter Initiative hin soll es zudem bayernweite Literaturtipps des Michaelsbundes für die Pfarrbüchereien vor Ort sowie online verfügbare Empfehlungen zu aktuellen Kinofilmen geben. Die Eichstätter Medienzentrale plant Filmtipps zum Thema. Auch die Besucher der Landesgartenschau in Ingolstadt sollen mit dem Thema „Frieden“ in Be-rührung kommen: Das Referat Weltkirche plant mit Projektpartnern für die Woche vom 3.-9. August Workshops und tägliche Friedensgebete.

Bernd Buchner

 

Die Friedensaktion dauert bis zum Weltmissionssonntag am 18. Oktober 2020. Ansprechpartner im Bistum ist Dr. Gerhard Rott, Tel. 08421/50678, E-Mail: weltkirche@bistum-eichstaett.de, www.bistum-eichstaett.de/frieden-leben. Ein Online-Dossier mit zahlreichen Informationen sowie einem Impulspapier zur Aktion finden sich unter weltkirche.katholisch.de/Engagieren/Bildungsarbeit/Jahresthema-Frieden.


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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 3 vom 19.01.2020

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