Zum Inhalt springen
11.05.2018

Marienkinder des Bistums in Altötting

Mehr als 500 Pilger in zehn Bussen, darunter allein sechs aus dem Neumarkter Raum, nahmen heuer bei herrlichem Wetter an der Diözesanwallfahrt nach Altötting teil. Bischof Gregor Maria Hanke zelebrierte den Gottesdienst in der St. Anna-Basilika und erklärte in seiner Predigt den von Papst Franziskus neu eingeführten Gedenktag „Maria, Mutter der Kirche“.

 

Impressionen: Eine Neumarkter Pilgerin mit ihrem Enkel am Kapellplatz   Foto: Radschinsky

Impressionen: Eine Neumarkter Pilgerin mit ihrem Enkel am Kapellplatz Foto: Radschinsky

Domvikar Reinhard Kürzinger, Leiter der diözesanen Pilgerstelle, begrüßte zum Auftakt der Feier alle Wallfahrer. Als Konzelebranten standen der Pfarrer der Neumarkter Hofpfarrei, Stefan Wingen, und der scheidende Berchinger Kaplan Pater Thomas Mathew am Altar. Für den indischen Priester, der zwölf Jahre im Bistum Eichstätt lebte und arbeitete, war es der letzte Tag vor seiner Rückkehr in die Heimat. Weil dies ein besonderer Tag sein sollte, hatte ihn Kürzinger zum Mitwirken bei der Diözesanwallfahrt eingeladen.

Ausführlich erläuterte Bischof Hanke in seiner Predigt wie es zur Einführung des neuen, rund um den Pfingstmontag begangenen Gedenktages „Maria, Mutter der Kirche“ kam und was er bedeute. Bereits in die Konstitution „Lumen gentium“ des II. Vatikanischen Konzils sei dieser Titel aufgenommen worden. Die Worte Jesu zu seinem Jünger „Siehe, deine Mutter“ gälten allen Mitgliedern der Kirche; wer auf die Gottesmutter Maria schaue, erkenne also das „Wesen der Kirche“. Bei aller manchmal notwendigen Kritik an Verantwortungsträgern und „Gliedern“ der Kirche, gelte es vielmehr auf die Gottesmutter Maria zu schauen, statt allein auf subjektive Erkenntnisse zu setzen, denn: „Maria macht nicht blind für Missstände, aber sie macht gelassener.“ Maria, die Jesus geboren habe, zeige uns das Geheimnis Jesu, der jedem Einzelnen begegnen wolle. Darüber hinaus sorge sich Maria wie eine Mutter um „ihre Kinder in der Kirche“.

Zwischen dem Pontifikalgottesdienst und der abschließenden Maiandacht konnten sich die Pilger bei strahlendem Sonnenschein im Wallfahrtsort umschauen. Unter ihnen war zum Beispiel Lidwina Achammer aus Gerolfing. „Weil heuer unser Enkel Sebastian Erstkommunion hatte, haben wir uns gesagt, fahren wir diesmal mit der ganzen Familie mit dem Bus“, erzählte die Pfarrgemeinderätin. Mit den beiden Enkeln, sechs und neun Jahre alt, waren die 67-Jährige und ihr Mann schon einmal mit dem Auto in Altötting, „die wissen schon, wo sie hinfahren“. Gründe, der Muttergottes Danke zu sagen, gebe es genug, denn „uns gehts doch richtig gut“. Außerdem stamme sie aus Pettenhofen, dem ältesten Marienwallfahrtsort im Bistum, und sei somit „ein Marienkind“, lacht Achammer.

Zum zweiten Mal mit von der Partie war Sabine Radschinsky aus Neumarkt, eine der Vorbeterinnen im Gottesdienst. Die Pfarrgemeinderätin fühlte sich Maria aus ganz besonderem Grund nah: Bei den Neumarkter Passionsspielen 2019 wird sie die Mutter Jesu darstellen.

Michael Glaß/Gabi Gess, Kirchenzeitung Nr. 19 vom 13. Mai 2018

Beitrag als pdf

Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 21 vom 27.05.2018

Kontakt / Abo

Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt
Verlag und Redaktion
Sollnau 2, 85072 Eichstätt
Tel. (08421) 50-810
Fax (08421) 50-820
verlag(at)kirchenzeitung-eichstaett(dot)de
redaktion(at)kirchenzeitung-eichstaett(dot)de
anzeigen@kirchenzeitung-eichstaett.de



Bezugspreise (ab Jan. 2018): Durch die Agentur (Pfarramt) monatlich 7,50 € (6,35 € einschl. 7 % MWSt. + 1,15 € Zustellgebühr); durch die Post monatlich 8,25 €; Einzelnummer 1,80 €.