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04.05.2018

„Gottes Nähe und Menschennähe“

Viele gute Wünsche an die Primizianten Simon Heindl, Michael Polster und Thomas Rose.

Wenn an einem Sonntagmorgen um vier Uhr früh schon 50 Leute auf den Beinen sind, dann deutet das auf ein außergewöhnliches Ereignis hin. In Sengenthal war es die Primiz von Simon Heindl, für die Straßen abgesperrt, acht große Blumenbilder gelegt und Bänke für die Gottesdienstbesucher aufgestellt wurden.

Foto: A. Meyer

Eine große Schar von Mitbrüdern nahm Neupriester Simon Heindl beim Primizgottesdienst in die Mitte. Viele Sengenthaler hatten die Nacht zum Tag gemacht und den Kirchplatz geschmückt. Foto: A. Meyer

Heindl ist einer der drei Neupriester der Diözese, die in ihren Heimatgemeinden ihr erstes heiliges Messopfer feierten. „Da wird sich der Primiziant sicherlich freuen“, kommentierte eine Besucherin die liebevollen Vorbereitungen. Und ob sich Heindl freute: Über den langen Kirchenzug, angeführt von der Blaskapelle Berngau, über stehende Ovationen und langanhaltenden Beifall auf dem Kirchenvorplatz. Unter den 1.500 Gästen war unter anderem der neue bayerische Finanzminister Albert Füracker. Der Primiziant dankte schon vor dem Festgottesdienst den mehr als 20 Mitbrüdern im priesterlichen Dienst für ihre Teilnahme. Primizprediger Domvikar Dr. Marco Benini, vielen Anwesenden noch bekannt als Kaplan in der Neumarkter Hofkirche, stellte in seiner Predigt fest, die Grundstimmung einer Priesterweihe und einer Primiz sei die Freude. An den Neupriester gesandt, sagte er. „Jedes Mal, wenn der Priester die Monstranz zum Segen aufnimmt, kann er lesen: „Sis, quod feris!“ – „Sei das, was du trägst.“ Sei selbst eine Monstranz, ein lebendiges Zeitgefäß für Christus.“ Nach dem päpstlichen Segen, den der Primiziant spenden durfte, ging es zum Feiern in die Schulturnhalle.

Den päpstlichen Segen erteilte auch Thomas Rose am Ende seines Primizgottesdiensts in der Heilig Kreuz-Kirche in Weißenburg. In diesem Gotteshaus habe er seine geistige Heimat gefunden, erzählte der 34-Jährige, der als Kind mit seinen Eltern aus Polen nach Deutschland gekommen war. Festprediger war Pater Rolf Biegler aus Salzburg, der maßgeblichen Anteil an Roses Berufung hatte. Der Herz Jesu-Missionar und ehemalige Rebdorfer Religionslehrer überreichte dem Neupriester einen Stein, der aus dem Jordan stammt. Im priesterlichen Alltag müsse Rose „ein Fels in der Brandung sein“, wofür er Gott um Kraft und Durchhaltevermögen bitten solle. „Es ist wichtig, dass Du die Menschen magst, denen Du begegnest“, appellierte Biegler an den Neupriester. Auch Dekan Konrad Bayerle wünschte Rose unter anderem „Gottes Nähe und Menschennähe“. Als Geschenk der Pfarrei überreichte er eine Ikone des heiligen Thomas. Nach dem Gottesdienst lud der Primiziant die ganze Pfarrgemeinde zum Mittagessen ins Festzelt auf dem Kindergartengelände ein.

An der Primiz von Michael Polster in seiner Heimatpfarrei St. Michael in Neunkirchen am Brand (Erzbistum Bamberg) nahmen mehr als zwei Dutzend Geistliche und knapp 20 Alumnen aus der gesamten Metropolie (Eichstätt, Bamberg, Würzburg, Speyer) und Regensburg teil. Einer der Konzelebranten war der Plankstettener Abt Beda M. Sonnenberg, der selbst aus Neunkirchen stammt. Bei der Abholung des Neupriesters am Elternhaus segnete Ortspfarrer Joachim Cibura das Primizgewand. Nach einem Empfang im Rathaus ging es in die Kirche, deren Sitzplätze nicht ausreichten. Deshalb wurde die Feier in den Saal des Pfarrgemeindehauses übertragen. Der Primizprediger, Domkapitular Alois Ehrl, schilderte viele persönliche Erlebnisse mit dem Primizianten, der in Schwabach rund zwei Jahre lang Praktikant und Diakon bei ihm war. Auch in der Dankandacht am Nachmittag klang die Schwabacher Zeit nochmals an: Der Jugendchor der Pfarrei St. Sebald in Schwabach übernahm die musikalische Gestaltung.

nam/pr/gg, Kirchenzeitung Nr. 18 vom 6. Mai 2018

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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 42 vom 21.10.2018

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