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03.07.2019

Ab Sommer 2020 ein Jahr nach Indien Bewerbungsstart für weltwärts / Freiwilligendienst in Frauen-Projekt und Klinik

Die ersten Verträge sind unterzeichnet, weitere sollen folgen. Eine Woche lang waren Dr. Gerhard Rott und Manuela Lüger vom Referat Weltkirche der Diözese Eichstätt in Indien unterwegs. Ihr Ziel: Partnerorganisationen für das Projekt weltwärts zu finden. Die Suche war erfolgreich, berichten der Beauftragte für Weltkirche und seine Projektmitarbeiterin der KiZ nach der Rückkehr.

Foto: Referat Weltkirche

Ab Sommer 2020 ist der Freiwilligendienst weltwärts unter anderem beim Projekt „Maher“ möglich. Schwester Lucy Karien unterzeichnete das Abkommen. Foto: Referat Weltkirche

Anerkennung läuft

„Wir haben gute Gespräche geführt“, sagt Lüger. Seit Februar ist sie im Bistum zuständig für weltwärts, einen sogenannten entwicklungspolitischen Freiwilligendienst. In genau einem Jahr soll es losgehen, sollen die ersten jungen Freiwilligen (18-28 Jahre) für zwölf Monate in Eichstätts Partnerdiözese Poona fliegen.

Das Bistum hat einen Antrag gestellt, um offiziell vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Entsendeorganisation anerkannt zu werden. Eichstätt habe eine „nahezu ideale Ausgangslage“, um den weltwärts-Dienst auszubauen, glaubt Rott. Über die jahrzehntelangen Beziehungen zu Poona ist bereits ein Netzwerk entstanden, dass er nun mit Lüger nutzt. Poonas Bischof Thomas Dabre unterstützte das Projekt und „hat uns die Türen zu vielen Partnern geöffnet“, berichtet der Weltkirchebeauftragte. Das Besuchsprogramm in Indien war straff und „gut vorbereitet“, erklärt Lüger. Father V. Louis, kirchlicher Sozialarbeiter in Poona, hatte den Terminplan für die Eichstätter Delegation erstellt. Bei bis zu drei Einrichtungen am Tag schauten Rott und Lüger vorbei. „Die Organisationen waren durch Father V. Louis bestens vorbereitet, und wussten bereits, worum es geht“, ergänzt Lüger. 

Eine mögliche Einsatzstelle für deutsche Freiwillige kann ab Sommer 2020 das Frauen-Projekt „Chetna“ sein. „‚Chetna“ klärt Frauen über ihre Rechte auf und ermutigt sie, diese selbstbewusst und gezielt einzufordern“, heißt es in einem Papier des Referats Weltkirche. Die Nichtregierungsorganisation „Maher“ bietet in über 250 indischen Städten bedürftigen Kindern, Frauen und Männern Zuflucht in eigenen Häusern. Auch dort können die Eichstätter ab kommenden Sommer mitarbeiten. Mit „Chetna“ und „Maher“ hat das Bistum Eichstätt bereits Verträge abgeschlossen. Weitere Einsatzstellen wollen die weltwärts-Verantwortlichen in einer Klinik und in einem Berufsbildungszentrum anbieten. Hier sollen in erster Linie Freiwillige angesprochen werden, die technisch oder medizinisch interessiert sind. 

Mit dem weltwärts-Dienst will das Bistum für „entwicklungspolitische Fragestellungen sensibilisieren“ und weltkirchliches Engagement fördern, heißt es im Leitbild. Der Austausch und Dialog zwischen den Kulturen solle gefördert werden. Die Enzyklika „Laudato si’“ und der darin formulierte Gedanke über die „Sorge um das gemeinsame Haus“ spiele ebenfalls eine wichtige Rolle beim Eichstätter weltwärts-Programm.

Wer sich bei weltwärts bewirbt und einen Platz bekommt, erhält von der Diözese Eichstätt eine umfangreiche Vor- und Nachbereitung. Zudem werden Reisekosten erstattet und es gibt ein Taschengeld. Das BMZ trägt beim weltwärts-Projekt zwei Drittel der Kosten.

Neben Poona will Lüger auch den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) als Partner für weltwärts gewinnen. Der BDKJ hat seit über 20 Jahren eine Partnerschaft mit Ghana. Langfristig gesehen sollen Eichstätter Freiwillige auch in dem afrikanischen Land ihren Dienst leisten können. Doch zunächst einmal steht Indien im Fokus von weltwärts. 

Andrea Franzetti

Info bei Manuela Lüger, Tel. 08421/50776, E-Mail: weltwaerts@bistum-eichstaett.de und unter www.bistum-eichstaett.de/weltkirche

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Kirchenzeitung - Ausgabe Nr. 28 vom 14. Juli 2019

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